Projektwoche «Reduce, reuse, recycle»

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In der Woche vom 11. – 14. Juni standen im Schulhaus Blattacker nicht die üblichen Fächer auf dem Stundenplan. Vielmehr befassten sich alle Kinder und Lehrpersonen (vom Einschulungsjahr bis zur 6. Klasse) mit dem Thema «Abfall».

In altersgemischten Gruppen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler jeden Vormittag mit den verschiedensten Aspekten des Umgangs mit Abfall.

Im Workshop «entstehen und vermeiden» erfuhren die Kinder, wo überall Müll entsteht und wie man ihn vermeiden kann. Dabei wurden verschiedene Verpackungen unter die Lupe genommen und kritisch hinterfragt. Muss zum Beispiel ein Kaugummi 5x verpackt sein? Welche Verpackungen sind sinnvoll und notwendig. Der eigene Müll (Schulhausplatz) wurde ebenfalls etwas genauer betrachtet. Im Bereich Recycling erfuhren die Kinder viele Informationen zum Thema «PET». Als gestalterisches Element konnte die Gruppe plattgedrückte Kaugummis malerisch gestalten.

In einem weiteren Workshop war der Schwerpunk t«Abfallentsorgung».

Das Buch «Wal mit Bauchschmerzen» diente als Einstieg in die Thematik.

An diesem Posten fragten sich die Teilnehmer: Welche Abfälle gibt es überhaupt und was machen wir damit? Die Müllsortierung schauten sich die Kinder direkt bei einer öffentlichen Sammelstelle und bei den schuleigenen Sammelbehältern an. Schwerpunkt bildetet hier das Material Glas. Beim Bootsbau mit Plastikbehältern war dann die Kreativität gefragt. Welche Eigenkonstruktionen würden schliesslich im Brunnen schwimmen?

«Recycling» – ein Thema das wohl in Zukunft noch eine weit höhere Bedeutung bekommt. In diesem Workshop erfuhren die Kinder viel Wissenswertes über das Thema Recycling im Allgemeinen. Einen absoluten Schwerpunkt bildete aber der Werkstoff Aluminium. Als kreatives Element schufen die Kinder aus leeren Alukapseln (Kaffee)Dekogegenstände. 

Der Workshop «Foodwaste» stellte einen sehr direkten Praxisbezug her. Täglich werden aus verschiedenen Gründen Tonnen von Lebensmitteln weggeworfen und vernichtet. Jeden Vormittag konnte die jeweilige Gruppe

solche absolut unverdorbenen Lebensmittel bei einem lokalen Anbieter abholen. Manch leckeren Snack und gesunden Znüni konnten die Kinder herstellen. In einem zweiten Teil beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Kompost. Im kreativen Bereich gestalteten die Teilnehmer ein Plakat gegen Foodwaste.

Hauptanliegen des Lehrerteams war es, bei diesem Projekt die Kinder an das komplexe Thema heranzuführen. Sie mit den Problemen und den Lösungsmöglichkeiten vertraut zu machen. In erster Linie aber nicht mit dem Zeigfinger auf andere zu deuten, sondern vielmehr unser eigenes Verhalten zu reflektieren und herauszufinden, was wir tun können, damit auch die nächste Generation einen intakten Lebensraum vorfindet. Unterstützt wurden wir in diesem Projekt von einigen fleissigen Helferinnen und Helfern und einem lokalen Anbieter von Lebensmitteln. Es zeigte sich auch, dass diese Themen im Netz schon sehr gut aufgearbeitet sind. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten in hohem Masse von einigen sehenswerten Filmen profitieren.

Für das Blattackerteam

der Schulleiter

Jürg Lutz

Einige Impressionen zu den einzelnen Posten